Gotthold Schwarz

Gotthold Schwarz © Gert Mothes

Gotthold Schwarz ist der 17. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach.

Er wurde am 9. Juni 2016 zum Thomaskantor berufen und am 20. August offiziell in das Amt eingeführt. Als Sohn eines Kantors in Zwickau geboren, erhielt er nach kurzzeitiger Mitgliedschaft im Thomanerchor seine musikalische Ausbildung an der Kirchenmusikschule Dresden sowie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Er studierte Gesang bei Gerda Schriever, Orgel bei Thomasorganist Hannes Kästner und Wolfgang Schetelich, Dirigieren bei Max Pommer und Hans-Joachim Rotzsch.

Einen Namen weltweit machte er sich als Lied- und Oratoriensänger und kann auf eine eindrucksvolle Discographie mit den führenden Ensembles der Alten Musik verweisen. Meisterkurse und Konzertreisen führten ihn auf alle Kontinente.

Als Thomaskantor dirigiert er die Motetten-, Kantaten- und Oratorienaufführungen des Thomanerchores in der Leipziger Thomaskirche. Reisen mit dem weltberühmten Knabenchor führten ihn durch Deutschland, Europa sowie nach Japan, China, USA und Kanada, mehrere davon mit dem Sächsischen Barockorchester und dem Gewandhausorchester.

Gotthold Schwarz ist Initiator und Leiter des Sächsischen Barockorchesters und dreier Vocalensembles. In Anerkennung seiner besonderen Verdienste wurde der vielseitige Sänger und Dirigent 2017 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet und der „herausragende Sänger der Alten Musik“ geehrt. Im März 2018 erhielt er zudem für seinen „außerordentlich intensiven und künstlerische Maßstäbe setzenden Umgang ( … ) mit dem Vokalwerk Georg Friedrich Telemanns“ und einen „gleichermaßen sensiblen wie exzellenten Umgang mit der Musiksprache Telemanns“ den Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg. Außerdem erhielt Gotthold Schwarz im September 2018 in der Torgauer Schlosskapelle die Johann Walter Plakette des Sächsischen Musikrats.